Samstag, 29. Januar 2011

Ushuaia

Wir verbrachten 3 Tage am Ende der Welt! Wettermaessig waren es angenehme 22 Grad und meistens lachte die Sonne. Also der Sommer von Ushuaia zeigte sich genau in diesen drei Tagen.

Am ersten Tag nahmen wir es sehr gemuetlich, besuchten den Glaciar Martial und sassen entspannt im Teehaus in Ushuaia. Schweizer, wir sind einfach die Bergsteigernation! Beim Glaciar fuhren wir erst eine Viertelstunde mit einem klapperigen Sessellift und danach waren 1 Stunde Hinweg und 1 Stunde fuer den Rueckweg angeschrieben. Der Weg war aeusserst beschwerlich, steil, steinig und gab nicht sehr viel Halt her. Trotzdem ueberholten Sarah und ich die meisten, welche sich auf diesem Weg aufhielten und waren in ca. 35 Minuten oben und in der gleichen Zeit wieder unten :-)

Am zweiten Tag fuhren wir in den Nationalpark Tierra del Fuego. Wir entschieden uns fuer eine Trekkingroute dem See entlang. Ausgeschrieben war es als leichter Spazierweg, dieser fuehrte uns dann trotzdem hinauf und hinunter, ueber Stock und Stein. Fuer 8km brauchten wir 4 Stunden, in welchen wir immer wieder staunend verharrten und unsere Blicke ueber die Landschaft wandern liessen und uns im Gras niederliessen und einfach gerade mal nichts machten und nichts dachten.

Am dritten Tag gings mit dem Boot zu den Islas de los lobos, Isla de los pajaros und zum Leuchtturm, welcher Argentinien und Chile voneinander trennt. Die Bootsfahrt dauerte drei Stunden und gleich zu Beginn konnten wir im Hafen einen Blick auf den Kreuzer "Crucero Australis" erhaschen. Wir sahen eine kleine Seehund Kolonie und viele verschiedene Voegel. Da wir erst gegen 17.00 Uhr das Boarding hatten, verweilten wir noch eine laengere Weile ganz gemuetlich in einem gemuetlichen Kaffe, tranken leckeren Capucchino und assen e ntgegen unseren Gewohnheiten, einen Hamburger mit Pommes frites!

ARGENTINIEN!

Am Dienstag morgens um 4.00 Uhr ging eine lange Reise von Sarah und mir in Richtung Suedamerika los. Wir flogen mit der Iberia von Zuerich nach Madrid und weiter ging es auf einem 12stuendigen Weiterflug nach Buenos Aires. Die Fluege verliefen ohne Zwischenfaelle und Turbulenzen.. In Buenos Aires wurden wir von einem jungen strubbeligen Argentinier am Flughafen abgeholt und ins Hostal Nativo gebracht - NIE in dieses Hostal gehen! Es war schmutzig und hatte nix von der im Internet angepriesenen Gemuetlichkeit. UND es hatte Floehe! Sarah wurde von einigen wenigen gebissen, aber wer mich kennt, weiss, dass ich fuer diese Viecher ein Leckerbissen bin und sie nicht mehr so schnell von mir ablassen :-(

Am Mittwoch reisten wir bereits weiter nach Ushuaia, ans Ende der Welt! Wir stiegen im Flugzeug ein und waren angenehm ueberrascht, als wir die Reihe 3 in der Bussines Class entdeckten. Wir konnten somit die naechsten 5 Stunden Flug mit Zwischenlandung in El Calafate in sehr gemuetlichen Bussinesclass Sitzen geniessen. Auch dieser Flug war ruhig und wir hatten eine phaenomenale Aussicht ueber die Fjord- und Berglandschaft von Chile und Argentinien.

Dienstag, 9. März 2010

Kuala Lumpur (Malaysia)

Letzte Etappe auf meiner kurzen Asienreise. Am Dienstag flogen wir von Krabi (Thailand) mit der Billigfluggesellschaft AirAsia nach Kuala Lumpur. Wieder einmal musste ich feststellen, dass so ein Reisetag enorm ermuedend ist und man weder etwas Sinnvolles getan, noch etwas Tolles gesehen hat! Aber es ist nun mal notwendig, wenn man sich von einem Ort zu einem anderen bewegen will. Noch im Flugzeug wurde uns ueber Lautsprecher mitgeteilt, dass der Drogenbesitz in Malaysia die Todesstrafe bedeutet und dies fuer alle, also auch Auslaender. Da bekam ich doch gerade etwas das Nervenflattern, nicht dass ich Drogen nehmen oder mitfuehren wuerde, doch konnte ich nur das unterste Fach meines Rucksacks mit einem Schloss verschliessen und man hat ja schon die wildesten Sachen ueber Schmuggel etc. gehoert. Nicht gerade zu meiner Beruhigung trug bei, dass wir beobachteten, dass zig Koffer und Rucksaecke einfach frei zugaenglich fuer jedermann in der Ankunftszone herumstanden. Als mein Rucksack ueber das Laufband rollte, oeffnete ich diesen und nahm mir ein paar Mintuen Zeit um den Inhalt zu pruefen.. Lebenswichtig..

Kuala Lumpur ist eine Grossstadt also entsprechend laermig und schmutzig aber doch interessant. Nach einem Tag unterwegs in den Strassen, laeuft am Abend unter der Dusche graues Wasser den Abfluss runter.. Wir machten eine Stadtrundfahrt, besichtigten die interessanten Attraktionen und standen ebenfalls Schlange um eines der wenigen Tickets zu ergattern um auf die Petronas Twintowers zu kommen. Der Ausblick von dort oben ist phantastisch und das fruehe Aufstehen (6.35 Uhr) und das lange Anstehen (ca. 2 Stunden) haben sich allemal gelohnt.

Leider haben wir keinen Strand mehr zur Verfuegung um Beachball zu spielen oder um im Sand zu lesen. Deshalb machen wir uns jetzt mit dem Buch unter dem Arm auf, um uns im Stadtpark eine gemuetliche Ecke zu suchen und den Tag lesend ausklingen zu lassen.

Donnerstag, 4. März 2010

Scooter, Kochkurs und Tauchen

Och, ist das Leben schoen, wenn man einfach so in den Tag hinein leben kann und sich erst nach dem Aufstehen um ca. 10.00 Uhr, bei einem gemuetlichen Fruehstueck mit Blick auf das Meer, entscheiden muss, was einem dieser Tag Schoenes bringen soll.

4.3.2010 Scooter
Wir mieteten einen Scooter, um damit die Insel Koh Lanta entdecken zu koennen ohne auf einen TukTuk Fahrer (Taxi) angewiesen zu sein. Christoph uebernahm wieder die Fuehrung (jedenfalls auf dem Scooter) und wir fuhren an einen wunderschoenen Strand, assen in einem luftigen Bambushuettchen ein Thai Curry, spielten Beachball (dies bei ca. 40 Grad) bis wir uns in die Fluten stuerzten und auf ein kuehles Nass hofften. Doch leider ist das Meer so unglaublich warm, dass es die Abkuehlung nur unter der kalten Dusche im Hotelzimmer gibt.

5.3.2010 Thai Kochkurs
Ich? Ich kann doch gar nicht kochen.. hab ich jedenfalls immer gemeint. Aber man siehe und staune auch ich lerne auf meine alten Tage hin noch kochen. Die Idee entstand spontan auf der gestrigen Scooterfahrt um die Insel, als wir an einer Kochschule vorbei fuhren. Begeistert von der Idee bei 40 Grad an den heissen Kochtoepfen zu stehen, schrieben wir uns sogleich fuer einen Nachmittagskochkurs ein. Wir kochten fuenf Gerichte in einer Openair Kueche. Das Essen war super lecker. Erstaunlich eigentlich, denn die Anweisungen des Kochlehrers verstand wohl niemand wirklich.. Thailaender die Englisch sprechen ist so eine Sache fuer sich.. Bereits nach dem dritten Gericht (Beef Salad, gelbes Curry mit Chicken, Chicken mit Sweet and Sour) mussten die meisten die nachfolgenden Gerichte in Tueten abpacken und fuer das Abendessen im Hotel aufheben. In unseren Baeuchen hatte es einfach keinen Platz mehr..

6.3.2010 und nochmals Tauchen..
Hin Duaeng und Hin Muaeng (purpurener und roter Felsen) sind die beiden bekanntesten Tauchplaetze im suedlichen Thailand. Die Prospekte versprechen, dass mit man mit 90 prozentiger Sicherheit einen Walhai bestaunen koenne. Die Fahrt zum Tauchgebiet dauert mit einem normalen Tauchboot geschlagene 4 Stunden. Wir wurden um 6.15 Uhr in unserem Hotel abgeholt und zum Hafen Saladan chauffiert. Die 4 stuendige Bootsfahrt verbrachten wir mit Lesen, Schlafen oder Blabla mit den anderen Tauchern. Der erste Tauchgang war so eher die Kategorie 'Na ja - katastrophal'. Die Sicht betrug hoechstens 10Meter. Chris hatte Probleme mit der Maske und dem Regulator und eine andere Taucherin der Gruppe verbrauchte die Luft in einem Zug! Die Gruppe musste nach nur 30 Minuten wieder auftauchen. Ich hatte das Glueck, dass wir eine andere Tauchgruppe kreuzten und ich mich ihnen fuer eine weitere halbe Stunde anhaengen konnte. Der zweite Tauchgang in Hin Duaeng war absolut toll! Wunderschoen bewachsener Felsen mit viel Leben daran und rund herum. Leider kehrten wir nach Koh Lanta zurueck ohne einen Walhai oder einen Manta gesehen zu haben.

Mittwoch, 3. März 2010

Inselleben auf Koh Lanta

Unsere geschmiedeten Plaene von wegen einige Tage auf der bekannten Insel Koh Phi Phi und dann noch einige Tage auf der weniger bekannten Insel Koh Lanta zu verbringen, wurden wenige Minuten nach unserer Ankunft auf Koh Phi Phi revidiert.

KOH PHI PHI
Man stelle sich vor, eine Faehre mit ca. 250 Personen drauf und alle haben dasselbe Ziel: Die Bilderbuchinsel Koh Phi Phi (bekannt aus dem Film 'the Beach'). Ankunft an einem Pier, wo die Touristen durch eine Massenabfertigung geschleust werden, wo Schulter an Schulter die Einheimischen stehen und ihre Hotels anpreisen. Durch dieses Getuemmel kann man nur durchkommen, wenn einem der Satz 'we booked already' locker ueber die Lippen kommt. An der schmalsten Stelle hat die Insel nur einige Hundert Meter Durchmesser und auf genau diesen Punkt konzentriert sich das gesamte Inselleben mit zig Restaurants, Tauchschulen, Laeden, Hotels und Resorts.. Links und rechts von dieser 'Stadt' haette es sicher einige wunderschoene Orte und Resorts, aber wir wollten nicht mal mehr diese entdecken gehen. Wir mieteten ein kleines Bambusbungalow in einer Anlage direkt am Strand (wo sonst?) und wussten, dass wir in der Nacht wahrscheinlich kein Auge wuerden zu tun koennen. Diese Insel ist das Ibiza Thailands. Also in wenigen Worten eng, laut bis laermig, ueberfuellt mit betrunkenen Menschen und Partys im Dauerlauf.
Wir stuerzten uns auch ins Nachtleben, fanden eine nette Beachbar, lagen im Sand, schluerften Cocktails (mit Alkohol!), sahen den feuerschwingenden Einheimischen zu und wurden langsam aber sicher beschwipst. So wankten wir ins Bett und konnten doch noch beim allergroessten Laerm schlafen :-).

KOH LANTA
Also buechsten wir bereits am naechsten Morgen wieder aus und stiegen auf die Faehre nach Koh Lanta. Wunderschoen, idyllisch, ruhiger, angenehmer und und.. Wir haben uns in einem huebschen Resort ein Zimmer gemietet und geniessen nun nochmals 5 Tage Strand, Meer und Sonne.

Sonntag, 28. Februar 2010

Tauchsafari Similan Island & Richelieu Rock

Hello again..
Wir haben seit gestern wieder festen Boden unter den Fuessen. Nach sieben Tagen auf einem wunderschoenen Segeltauchboot schwankt dieser feste Boden jedoch immer noch gewaltig hin und her. Habe gerade das Gefuehl, dass mein Comupterbildschirm stetig von links nach rechts verrutscht!

Montag - Donnerstag (22. - 25.2.2010)
Frueh morgens wurden wir in Phuket mit einem Minibus abgeholt und in einer einenhalbstuendigen Fahrt nach Kao Lhak gebracht. Von da aus wurden wir auf ein Speedboot verfrachtet, welches waehrend zwei Stunden ueber die Wellen hinweg fetzte und uns zur MS Marmin in die Similan Islands brachte. Die Ankunft hat uns fast aus den Flipflops gehauen. Die MS Marmin ist ein wunderschoenes Segeltauchboot. Wir fuehlten uns sogleich vom ersten Tag an sehr wohl an Bord. Die Kabinen waren gut ausgestattet und jede Kabine hatte sogar ein eigenes Bad (ein angenehmer Luxus). Als wir ankamen war nur ein Paar aus Oesterreich an Bord und als uns mitgeteilt wurde, dass dies die naechsten vier Tage so bleiben wird, machten wir allesamt Luftspruenge. Das Schiff koennte 16 Taucher aufnehmen. So kams, dass wir eine "beinahe" privat Tauchkreuzfahrt hatten! Die Crew schloss uns ins Herz und wir sie.. So machte das Tauchen und alles Drumherum riesig Freude! Die Tauchgaenge waren bis auf einige wenige Ausnahmen wunderschoen. Auf den ersten paar Tauchgaengen sahen Christoph und ich einen Manta mit einem Durchmesser von 3 Meter und einen Sandtigerhai (selten, aber wahr) und zwei Schildkroeten (immer noch meine Favoriten!). Beim Anblick des Mantas, welcher an uns vorbei segelte, kehrt machte, um sich nochmals von der anderen Seite zu praesentieren, vergass ich einen Moment lang zu atmen - ein wunderschoener Anblick!

Wir tauchten immer mit Nitrox damit wir die 4 Tauchgaenge pro Tag locker machen konnten.. Na ja, so locker wars dann trotz Nitrox nicht. Gab denn auch Tage, an denen wir den ein oder anderen Tauchgang "spritzten" wie es die Oesterreicher zu sagen pflegten und uns auf dem Sonnendeck reckelten, lasen oder uns mit dem Speedboot an einen traumhaften einsamen Strand chauffieren liessen um einfach die Zeit und die Ruhe zu geniessen.

Freitag - Sonntag (26. - 28.2.2010)
Am Freitag Vormittag erfuhren Christoph und ich, dass wir doch nicht, wie bisher angenommen, die letzten drei Tage das Schiff fuer uns alleine haben wuerden. Mit einem Speedboot wurden sieben weitere Personen vom Festland an Bord gebracht. Dies bedeutete, dass wir zwei Tauchgruppen machen mussten. Somit wurde es um einiges lauter, enger, hektischer aber z.T. auch unterhaltsamer. Die Tauchgaenge in Richelieu Rock waren absolut phantastisch. Die Unterwasserwelt noch intakt und so voller Leben, dass wir aus dem Schauen und Staunen gar nicht mehr raus kamen. Dort sah ich meinen ersten Leopardenhai, leider nur noch von hinten, wie er sich schwanzwaedelnd aus dem Sand davon machte.

Alles in allem war diese Tauchkreuzfahrt ein absolut einmaliges und tolles Erlebnis. Das Schiff und die Crew waren erstklassig und dann erst die Verpflegung!! Habe trotz Tauchen (was koerperlich ja doch auch anstrengend sein kann) sicher ein Kilo zugelegt.. auch Christoph jammert ueber einen etwas groesseren Bauchumfang...

Samstag, 20. Februar 2010

Insel Phuket

Heute gings quer durch ganz Bangkok mit einem Taxifahrer, welcher eigentlich Polizist ist, aber in den Ferien noch als Taxifahrer arbeiten muss. Wurde es im Verkehr mal eng, liess er einfach die Polizeisirene heulen und schon machten alle anderen Verkehrsteilnehmer brav Platz.. So benoetigten wir anstatt einer Stunde nur gerade mal 40 Minuten fuer die Strecke Downtown zum nationalen Flughafen.

Chaotisches Check-in, Pass- und Gepaeckkontrolle, wo es den meisten auf Sicherheit bedachten Menschen uebel werden wuerde. Aber das Glanzstueck hatten sie sich bis zum Schluss aufgehoben: das Flugzeug.. Eine uralte MD-80, welche an allen Ecken und Enden ihren rostigen Charme spielen liess und nicht damit geizte! Ok. Der Flug war angenehm und ohne Zwischenfall, also ohne Stossgebete oder aehnliches unsererseits.

In Phuket angekommen telefonierten wir mit dem Veranstalter der Tauchkreuzfahrt und wurden auf Deutsch in Phuket herzlich willkommen geheissen. Wir suchten uns ein gemuetliches Zimmer an einem kleinen unbekannten Strand im Nordwesten der Insel. Da wir nur zwei Naechte in Phuket bleiben, wollten wir uns nicht ins Getuemmel am Patong Beach im Sueden werfen um nochmals etwas Ruhe zu geniessen. Schliesslich werden wir bald fuer 6 Naechte auf engem Raum mit ca. 25 Leuten auskommen muessen.

Wir mieteten einen Scooter und Chris zeigte sich von der wagemutigen Seite als Fahrer und ich schloss hinter seinem Ruecken die Augen und liess mich einfach des Weges schaukeln.. Wir genossen noch die Abendsonne und den Sonnenuntergang am Strand und uebten uns wieder mal im Beachball. Uebung macht schliesslich den Meister:-)!